Willkommen auf der Webseite des Fassadenkunstwerkes „Stadtaussichten“


Ein Projekt der LEG Wohnen NRW GmbH

und des Künstlers Steffen Jünemann.

 
 

„Einfach mal eine andere Position einnehmen und den Blick für neue Sichtweisen öffnen.“ – Das ist ein Ansatz, unter dem der münstersche Illusionskünstler Steffen Jünemann sein Kunstwerk „Stadtaussichten“ konzipiert hat. Entstanden ist das Kunstwerk im Auftrag der LEG Wohnen NRW GmbH, ehemals Wohnungs-gesellschaft Münsterland (WGM). Die LEG-Gruppe ist mit 92.000 Mietwohnungen und rund 250.000 Mietern eines der führenden Immobilienunternehmen in Deutschland. Die Immobiliengruppe beschäftigt rund 800 Mitarbeiter und erzielte

im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von mehr als 575 Millionen Euro.


Zu finden ist das Kunstwerk in dem LEG-Wohnquartier „Autofreie Gartensiedlung Weißenburg“. Eines mit aktuell 140 Wohnungen bundesweit größten autofreien Projekte, dessen Ursprung in dem landesweiten Architekturwettbewerb „Wohnen ohne Auto“ von 1996/97 liegt. Realisiert wird die Siedlung in innenstadtnaher Lage von Münster seit 1999/2000. Die Bewohner der Gartensiedlung Weißenburg verpflichten sich bei Ihrem Einzug, kein eigenes Kraftfahrzeug zu nutzen. So nehmen die Bewohner mit Ihrer Entscheidung für das Wohnquartier eine neue (Lebens-) Perspektive ein und zeigen sich offen für alternative Wohn- und Lebensformen.

 

Offen für neue (Lebens-) Perspektiven

So sah die Giebelseite des Gebäudes "Freiburger Weg 2, Münster" in dem LEG-Wohnquartier Gartensiedlung Weißenburg aus, bevor das Fassadenkunstwerk des Künstlers Steffen Jünemann angebracht wurde.

Die Architektur des Kunstwerkes „Stadtaussichten“ mit seinem ovalen

Ausschnitt und den weichen Linien steht im ersten Moment in einem Gegensatz

zur gradlinigen Bauweise der Siedlung. Über das Mosaik an der Rückwand der dargestellten Szene nimmt es nicht nur Bezug zur Thematik „autofrei leben


als neue (Lebens-)Perspektive“, sondern bindet ebenfalls das unmittelbare Wohnumfeld mit dem dominanten „Grünen Grund“, der Gartenvorstadt Habichtshöhe mit ein.


Die Szene selbst zeigt eine Familie inmitten einer grünen Oase der Erholung.

Der Ort lädt zum Verweilen ein und für die Kinder gibt es viel zu entdecken.

Im Mittelpunkt steht eine Skulptur. Jedes Familienmitglied nimmt diese aus einer anderen Perspektive wahr. Die Skulptur besteht aus zwei ineinander verschränkte Ringen und der zweigeteilten Motivscheibe „Auto“. Durch die entgegen gesetzte Verschränkung von Ringen und Motivscheibe wird das „Zerschneiden“ des Automobils angedeutet. Gegensätze finden sich auch in der Verarbeitung der Skulptur. Auf der einen Seite das warmes „natürliche“ Kupfer, auf der anderen

Seite der kühle „technische“ Edelstahl. Hinter der Skulptur führt ein Weg auf eine höhere Ebene, symbolisch für den Zeitstrahl von Vergangenheit in die Zukunft,

den man hier beliebig hin und her gehen kann. Der Aufbau der Skulptur erinnert

an das klassische Planetenmodell. Das unendliche Universum als Anregung, ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Wege zu entdecken.


„Ich möchte mit diesem Kunstwerk einen Bogen zur Philosophie des autofreien Lebens schlagen. Der Betrachter soll angeregt werden, eine neue Perspektive einzunehmen und dadurch die Lebensqualität wahrzunehmen und ein autofreies Leben vielleicht sogar für sich selbst zu entdecken“, erklärt Jünemann seine persönlichen Gedanken. Viele kleine Anspielungen zum modernen Fortschrittsgedanken im Kontext der Natur lassen ausreichend Raum für eigene Assoziationen zu den Themen naturnaher Lebensraum und bewusste Steigerung der Lebensqualität durch Autoverzicht. „Aber“, so Jünemann weiter „das Thema Autofreiheit als alternatives Lebensmodell … oder neue (Lebens-) Perspektive …


ist letztlich nur ein Platzhalter für die Aufforderung zum generellen Hinterfragen

des gesellschaftlichen Fortschritts. Ziel ist nicht die absolute Kritik am Fortschritt, sondern der Aufruf, diesen immer wieder kritisch auf den Prüfstand zu setzen und alternative Antworten darauf nicht als Systemkritik zu brandmarken“.


"Die Gartensiedlung Weißenburg ist unter stadtplanerischen Gesichtspunkten aufgrund ihrer Autofreiheit eine mögliche Antwort auf die Frage nach zukunftsorientierten Wohnformen. Das Kunstwerk setzt sich hiermit kritisch auseinander ohne mahnend den Zeigefinger zu erheben. Die exponierte Lage im Eingangsbereich des Wohnquartiers wird nicht nur die Aufmerksamkeit für die Siedlung und deren Attraktivität fördern, sondern zudem auch einen konstruktiven Dialog anregen. Wir als LEG freuen uns, nicht nur der Siedlung, sondern dem Geistviertel in Münster und darüber hinaus eine einmalige Fassadengestaltung anbieten zu können. Das Kunstwerk ist in seiner Form und Größe nicht nur ein künstlerisches Highlight, sondern auch eine Anregung sich konstruktiv mit den Themenfeldern Wohnen, Kunst und Lebensperspektiven auseinanderzusetzen.",
so Josef Rehring, LEG-Regionalleiter.